
Kurz nach dem Auftritt der kroatischen ESC-Vertreterinnen eskaliert die Stimmung: Ein Posting des israelischen TV-Senders KAN sorgt für Empörung.
Der ESC liefert nicht nur Musik, sondern traditionellerweise auch Drama. Diesmal im Mittelpunkt: die kroatische Gruppe Lelek.
Der israelische Rundfunk KAN veröffentlichte auf Instagram einen Ausschnitt des kroatischen Auftritts – versehen mit einem spöttischen Kommentar auf Hebräisch. Laut Kritikern spielte dieser auf die Tattoos im Gesicht und an den Händen der Sängerinnen an.
Israelischer Sender entschuldigt sich
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. In den sozialen Netzwerken hagelte es Kritik, viele Nutzer warfen dem Sender Respektlosigkeit gegenüber der kulturellen Botschaft des Songs vor. Auch die Band selbst meldete sich zu Wort und zeigte sich enttäuscht.
Besonders sensibel: Laut Lelek gehe es in ihrem Beitrag um die Erfahrungen und das Leid unterdrückter katholischer Frauen. Umso verletzender sei es gewesen, daraus einen Witz zu machen.
Der Druck wurde offenbar schnell zu groß. KAN löschte das Posting kurze Zeit später und veröffentlichte schließlich eine offizielle Entschuldigung auf X. Darin betont der Sender, man habe weder die kroatische Delegation noch die Öffentlichkeit beleidigen wollen.
Die Entschuldigung soll laut KAN auch direkt an die kroatische ESC-Delegation weitergegeben werden.