“Unfassbarer Skandal” – 12.000€-Posten für Neos-Mann

Nach dem Opernball-Auftritt jetzt die nächsten Vorwürfe der FPÖ gegen Meinl-Reisinger.

FPÖ-General Schnedlitz wirft Neos vor, zu “Postenschacherjunkies” mutiert zu sein. Hintergrund ist eine neue Chefposten-Besetzung.

Schon im September wurde bekannt, dass Feri Thierry seinen Posten als Generalsekretär und Geschäftsführer des Europäischen Forums Alpbach (EFA) räumen wird. Viel wurde gemunkelt, wo es ihn hinzieht. Seit Dezember ist auch das bekannt: Laut “Presse” leitet der 52-Jährige seit Mitte Jänner die Stabstelle Strategie und Planung im Außenministerium.

Eine Personalie, die zweifelsohne passt, aber auch einen Beigeschmack hat: Denn der frühere Politberater war drei Jahre lang Generalsekretär der Neos. Und in pinker Hand ist bekanntlich das Außenamt seit elf Monaten.

Die Strategie-Stabstelle ist zudem recht klein und umfasst nur zwei bis drei Mitarbeiter. Direkt der Ministerin unterstellt soll sie in außenpolitischen Fragen beraten und sich mit Thinktanks oder eben Foren wie jenem in Alpbach austauschen. Das Monatsgehalt liegt bei rund 12.000 Euro brutto.

Postenschacherjunkies”

Die FPÖ wittert Postenschacher und kündigt eine parlamentarische Anfrage zu diesem “nächsten unfassbaren Skandal”. Generalsekretär Michael Schnedlitz will etwa wissen, ob diese Position ausgeschrieben wurde und wenn ja, ob es mehrere Bewerber gab und wer schließlich für die Auswahl Thierrys verantwortlich war.

“Ich fordere von Meinl-Reisinger volle Aufklärung. In Zeiten des Budgetdesasters, für das diese Verlierer-Ampel der Bevölkerung eine Belastung nach der anderen umhängt, wäre es auch möglich gewesen, diesen erst 2013 vom damaligen ÖVP-Außenminister Kurz geschaffenen Posten ganz zu streichen oder ihn zumindest kostensparend mit einem qualifizierten Beamten des Außenamts zu besetzen.”

Außer seiner Tätigkeit im “Globalisten-Mekka” Alpbach habe Thierry keinerlei Qualifikationen vorzuweisen, findet Schnedlitz. Ohnehin seien Neos schon längst von einstigen “Transparenz-Jüngern” zu “Luxus- und Postenschacherjunkies” mutiert. “Das ist die Arroganz der Macht, von der Meinl-Reisinger, Schellhorn und Co gar nicht genug bekommen können.”

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