Steirer angeklagt: Fußballer und Familienvater kamen in Flammen ums Leben
Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Pyhrnautobahn mit zwei Todesopfern muss sich nun ein 38-Jähriger aus der Südsteiermark vor Gericht verantworten.
Nach einem tödlichen Unfall auf der Pyhrnautobahn (A9) im Bereich Lebring steht nun ein 38-jähriger Mann aus dem Bezirk Leibnitz im Zentrum eines Strafverfahrens. Die Staatsanwaltschaft Graz hat Anklage erhoben. Der Mann soll für einen Unfall verantwortlich sein, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen.
Schwerer Unfall auf der Pyhrnautobahn
Der Vorfall ereignete sich Ende Oktober. Der Lenker war mitten in der Nacht auf der A9 in Richtung Spielfeld unterwegs, als es im Bereich Lebring zu einer Kollision mit einem vorausfahrenden Fahrzeug mit ungarischer Zulassung kam. Der Wagen des 38-Jährigen mit großer Wucht auf das andere Auto. In der Folge geriet das Fahrzeug der beiden ungarischen Insassen in Brand und wurde vollständig zerstört. 5 Minuten berichtete: Zwei Tote nach Tragödie auf A9.
Auto geht sofort in Flammen auf
Die Wucht des Aufpralls führte dazu, dass sich das betroffene Fahrzeug unmittelbar entzündete. Nachkommende Verkehrsteilnehmer versuchten noch, den Brand mit Feuerlöschern einzudämmen, konnten jedoch nichts mehr ausrichten. Für die beiden Insassen kam jede Hilfe zu spät. Die zwei Männer im Alter von 27 und 30 Jahren starben noch an der Unfallstelle. Laut ungarischen Medien waren sie beruflich im Ausland tätig, um ihre Familien zu unterstützen. Einer der beiden hinterließ mehrere Kinder, der andere stand kurz vor der Gründung einer eigenen Familie. Der andere tödlich Verunglückte war Fußballer.
Steirer wegen grob fahrlässiger Tötung vor Gericht
Dem Unfalllenker wird vorgeworfen, zum Zeitpunkt des Geschehens deutlich zu schnell unterwegs gewesen zu sein. Laut Anklage soll er mit rund 195 km/h gefahren sein. Zudem steht eine erhebliche Alkoholisierung im Raum, ebenso wie ein positiver Befund auf Cannabis. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Fahrer ohne erkennbare Bremsreaktion auf das vorausfahrende Fahrzeug aufgefahren ist. Durch die massive Kollision soll ein explosionsartiger Brand ausgelöst worden sein. Der 38-Jährige hat sich bisher nicht zum Unfall geäußert und keine Aussage zur Sache gemacht. Nach Abschluss der Ermittlungen wurde nun Anklage wegen grob fahrlässiger Tötung erhoben. Der Fall wird im kommenden Mai vor dem Straflandesgericht Graz verhandelt, berichtet die Kleine Zeitung. Es gilt die Unschuldsvermutung.