Gasalarm mit Evakuierung: Großer Aufruhr in St. Ruprecht
Viel Blaulicht und viel Aufregung brachte der Samstag in St. Ruprecht an der Raab. Dort kam es gegen Mittag zu einem Großeinsatz der Einsatzkräfte, nachdem in einer Tiefgarage in der Stadlerstraße die Kohlenmonoxid-Warnanlage angeschlagen hatte. Hausbewohner verständigten daraufhin die Feuerwehr, deren Kommandant Leon Christandl war wenige Minuten später bereits am Einsatzort.
„Zunächst war noch unklar, ob jemand in Gefahr war“, erzählt er. Deshalb schickte man zunächst einen Atemschutztrupp in die Garage. Nachdem dort niemand gefunden wurde, machte man sich auf die Suche nach der Ursache für den Auslöser, wofür die Feuerwehr Hohenkogel mit ihrem Atemschutztrupp nachalarmiert wurde.
In weiterer Folge stieß man bei der gegenüberliegenden Garage auf einen „penetranten Geruch“, wie Einsatzleiter Christandl erzählt. Da man dort eine große Menge an Gas vermutete, entschloss man sich großräumig im Umkreis von etwa 300 Metern zu evakuieren. „Man muss sich nur vorstellen, wenn da auf einmal ein Haus explodiert. Da reicht ein Funke“, erklärt der Kommandant.
Die Polizei habe daraufhin die Menschen aus ihren Häusern geholt. Die Bevölkerung lobt Christandl für ihre breitwillige Kooperation. „Wir haben dann die Energie Steiermark als Gaslieferanten dazugeholt und alles kontrolliert. Eine Polizeidrohne hat auch von oben geschaut“, berichtet er.
Nach bangem Warten folgte nach knapp zweieinhalb Stunden aber schließlich die Entwarnung: „Wir konnten letztlich nur die Geruchsbelästigung identifizieren. Aufgrund der Messerwerte konnten wir keine Gefahr feststellen“, so Christandl. Er betont aber: „Man muss da wirklich auf Nummer sicher gehen.“
Insgesamt standen 28 Feuerwehrleute mit sieben Fahrzeugen im Einsatz. Die Polizei und die Rettung waren je mit zehn bzw. drei Personen im Einsatz. Auch Bürgermeister Franz Nöhrer und Mitarbeiter des Straßendienstes waren vor Ort.