
SPÖ-Ikone Bures ist überzeugt, dass es “eine starke Sozialdemokratie” braucht. Mit den Umfragewerten könne man nicht zufrieden sein. Der Talk
Im großen “Backstage”-Talk bei “Heute” (Video in voller Länge oben) sprach die Dritte Nationalratspräsidentin Doris Bures (SP) unter anderem über:
Umfragen für die SPÖ
Die Grande Dame der Roten sagt unmissverständlich: “Es muss sich etwas ändern. Die Sozialdemokratie muss wieder eine konstruktive soziale Kraft der Mitte sein. Wir müssen über unsere Wählerklientel hinauswirken!”
Zu linke Sozialdemokratie
Hat sich die SPÖ von der Mitte wegbewegt? Bures: “Indem wir unter 20 Prozent liegen, haben wir uns von der Mitte der Gesellschaft wegbewegt. Jede Krise ist auch eine Chance. Die SPÖ war immer eine Partei, in der viele Strömungen Platz hatten – das müssen wir wieder schärfen.”
Stil der FPÖ im Parlament
“Bei Begriffen wie ‘Systemparteien’ oder ‘Umvolkung’ steht Aggressivität und Spaltung im Mittelpunkt. Ich warne davor. Gewalt beginnt immer in der Sprache. Worte können zu Waffen werden.”
Blaue Kritik an einer sogenannten “Einheitspartei” kann Bures nichts abgewinnen: “Es ist der Versuch, alle anderen zu diffamieren. Die FPÖ ist nicht bereit, ideologische Scheuklappen abzulegen und auf andere zuzugehen. Daher sind auch die Regierungsverhandlungen mit der ÖVP letztlich gescheitert.”
Herbert Kickl
“Ich glaube, dass niemandem geholfen ist, wenn man polarisiert und es nur noch Freund und Feind, aber nichts dazwischen gibt.”
Ihren bevorzugten Polit-Stil
„Der gute Kompromiss. Das heißt: über den Tellerrand denken, aufeinander zugehen und andere Ideen aufnehmen zu können.”