Auch heuer zeigt sich: Feiertage sind für Einsatzkräfte längst kein ruhiger Zeitraum mehr, sondern bedeuten oft Hochbetrieb.© Krone KREATIV/Freiwillige Feuerwehr der Stadt Korneuburg , FF Leogang, FF Flachau
Ein dramatisches Osterwochenende hat die österreichischen Einsatzkräfte in Atem gehalten: Zahlreiche teils schwere Verkehrsunfälle, mehrere Todesopfer und eine erschreckende Häufung von Raserei, Alkohol am Steuer und Fahrten ohne Führerschein sorgen für Bestürzung.
Bereits am Karfreitag kam es zu ersten gefährlichen Zwischenfällen: In Wolfsberg in Kärnten krachte ein 16-Jähriger ohne Führerschein mit dem Auto seiner Mutter in einen Seitenarm der Lavant. Der Wagen versank vollständig – wie durch ein Wunder blieb der Jugendliche unverletzt.
Nur wenige Stunden später verlor ein Lenker im burgenländischen Stinatz die Kontrolle über sein Fahrzeug, riss einen Baum nieder und krachte in eine Hausmauer.
Einige mit Alkoholeinfluss am Steuer
Besonders brisant: Immer wieder saßen Personen ohne Führerschein oder unter Alkoholeinfluss am Steuer. So prallte ein 22-jähriger Motorradfahrer in Salzburg mit 1,1 Promille gegen ein Auto – auch er hatte keine Lenkberechtigung.
In Niederösterreich raste ein 17-Jähriger ohne Führerschein mit überhöhter Geschwindigkeit gegen einen Baum, beide Insassen wurden verletzt.
Lage spitzte sich am Wochenende weiter zu
Am Karsamstag spitzte sich die Lage weiter zu: In Graz krachte ein betrunkener Autofahrer frontal in ein Motorrad – Fahrer und Mitfahrerin wurden teils schwer verletzt. In Kärnten kam es zu einem folgenschweren Frontalzusammenstoß zweier Pkw, bei dem beide Lenker eingeklemmt wurden.
Tragisch endeten gleich mehrere Unfälle: Ein 44-jähriger Motorradfahrer verunglückte in Niederösterreich tödlich, als er gegen eine Felswand prallte. Auch ein 43-jähriger Biker kam am Ostersonntag ums Leben, nachdem er nahezu ungebremst in eine Hütte gerast war.
Besonders erschütternd: Auf der S1 bei Korneuburg starb eine erst 17-jährige Beifahrerin bei einem schweren Crash – zwei weitere Personen wurden verletzt.
Auch Unbeteiligte wurden Opfer der Unfallserie: In Innsbruck wurden zwei Fußgängerinnen auf einem Schutzweg von einem 76-jährigen Lenker erfasst, eine davon schwer verletzt. In Tirol wurde zudem ein siebenjähriges Mädchen von einem Auto angefahren und musste per Hubschrauber ins Spital geflogen werden.
Kuriose, aber nicht minder gefährliche Zwischenfälle rundeten das Chaos ab: Touristen wurden gleich zweimal von ihrem Navi auf gesperrte Forststraßen gelotst und blieben mit ihren Fahrzeugen im Schnee stecken. In der Steiermark flüchtete ein 18-Jähriger mit dem Motorrad sogar mitten durch eine Osterspeisensegnung vor der Polizei und gefährdete dabei zahlreiche Menschen.
Mehr Verkehr durch Ausflüge und Familienbesuche
Vor allem Feiertage gelten als besonders unfallträchtig. Mehr Verkehr durch Ausflüge, Familienbesuche und Kurzurlaube trifft dabei oft auf Zeitdruck, ungewohnte Strecken und leider auch auf Alkohol am Steuer. Gerade zu Ostern beginnt zudem die Motorradsaison – eine Kombination, die regelmäßig für eine Häufung schwerer Unfälle sorgt.