9 Verletzte bei Demo-Wahnsinn in Wien-Floridsdorf

Die Polizei stand im Großeinsatz.

Die Polizei stand im Großeinsatz.© Krone KREATIV/FPÖ Floridsdorf

Als religiöse Hardliner in einem viel kritisierten islamischen Zentrum in Floridsdorf den Tod des iranischen Diktators betrauerten, reichte es Exil-Iranern. Auch sie marschierten auf, die Proteste eskalierten. Laut Polizei gingen 70 Personen mit Stöcken und Holzlatten aufeinander los, neun Menschen wurden verletzt.

Eigentlich war eine Veranstaltung, bei der religiöse Hardliner in einem islamischen Zentrum in der Floridsdorfer Richard-Neutra-Gasse des Todes von Iran-Führer Ayatollah Ali Khamenei gedachten, um 20 Uhr beendet. Auch die Kundgebungsteilnehmer – großteils geflüchtete Exil-Iraner – waren bereits von dannen gezogen.

Doch um 22 Uhr gingen zahlreiche Notrufe bei der Polizei ein. 70 Personen waren mit Holzlatten und Stöcken aneinandergeraten, neun Personen wurden verletzt, sieben davon kamen ins Spital. Die Polizei verzeichnete auch zwei Festnahmen und 20 Anzeigen. 

Hardliner hielten Trauerfeier für Diktator ab

Auch die Floridsdorfer FPÖ war vor Ort, als die Demonstranten an der Richard-Neutra-Gasse aufeinanderprallten. Zuvor hätten die religiösen Hardliner ihre Trauerfeier (nicht zum ersten Mal für einen getöteten Mullah) abgehalten und auch ein großes Bild von Khamenei durch die Gegend getragen. Den einst vor dem iranischen Regime nach Österreich Geflüchteten habe das nicht gefallen. „Es ist traurig, dass die die Einzigen sind, die gegen das Zentrum in Floridsdorf aufstehen“, kritisiert der FPÖ-Chef des 21. Bezirks, Karl Mareda.

Wer ist zuständig: Stadt oder Innenminister?

„Für uns ist absolut unverständlich, dass die rote Stadt und der schwarze Innenminister hier überhaupt nichts dagegen machen“, verweist Mareda auf die jahrelangen Anträge seiner Partei gegen das Islamische Zentrum im Bezirk. Auch Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) sei nicht glücklich über die Versammlungen in der Richard-Neutra-Gasse 8. Das, so Mareda, baupolizeilich eigentlich nicht einmal genehmigt sein dürfte.

Hunderte Autos verstopfen wöchentlich die Straßen

Jeden Freitagnachmittag würden sich unzählige Personen an dem Zentrum offensichtlich zum islamischen Gebet versammeln – der Öffentlichkeit werden dagegen andere Gründe, wie etwa Kurse, für die Zusammenkunft vorgegaukelt. Das weiß auch Gottfried Krause aus der Nordrandsiedlung. Er beobachtet oft Hunderte Autos, die die Straßenzüge um die Richard-Neutra-Gasse verstopfen. Dass es nun sogar Verletzte gab, schockt ihn. Viele Anwohner der Gegend wünschen sich, dass die Stadt nun endlich handelt. 

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