
Eine riskante Flucht vor der Polizei hat am frühen Samstagmorgen ein tragisches Ende genommen:
Nach einer Verfolgungsjagd durch die Hamburger Innenstadt kollidierte ein BMW an der Außenalster frontal mit einem Transporter. Der Beifahrer des Fluchtwagens erlag später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Nach Angaben der Polizei begann das Unglück gegen Morgen am Doormannsweg. Beamte wollten dort ein Fahrzeug kontrollieren, doch der Fahrer des BMW ignorierte die Anhaltesignale.

Stattdessen wendete er und beschleunigte stark. Mit hoher Geschwindigkeit raste der Wagen durch mehrere Straßenzüge der Innenstadt, zeitweise auch im Gegenverkehr.

Gegen 6.25 Uhr kam es an der Kennedybrücke, an der Kreuzung Holzdamm/An der Alster im Stadtteil St. Georg, zum folgenschweren Zusammenstoß. Der BMW prallte frontal mit einem entgegenkommenden Transporter zusammen. Trümmerteile wurden über die Fahrbahn geschleudert, mehrere Menschen wurden verletzt.
Rettungskräfte zogen den Beifahrer aus dem völlig zerstörten Fahrzeug. Bereits am Unfallort versuchten Notärzte, den Mann zu reanimieren. Unter laufender Reanimation wurde er in ein Krankenhaus gebracht, wo Ärzte noch stundenlang um sein Leben kämpften. Am Samstagvormittag bestätigte die Polizei schließlich seinen Tod.
Der Fahrer des BMW wurde direkt an der Unfallstelle festgenommen. Er soll bei dem Aufprall schwer verletzt worden sein. Der Fahrer des Transporters kam mit leichten Verletzungen davon. Warum der BMW-Fahrer bei der Kontrolle die Flucht ergriff, ist bislang unklar. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Die Kennedybrücke blieb stadteinwärts für mehrere Stunden voll gesperrt, während ein Sachverständiger die Unfallstelle untersuchte und die beschädigten Fahrzeuge abtransportiert wurden. (NSN/ER24)