Suche nach Michaela B. (48) aufrecht: E-Mail wirft Zweifel auf
Die Steirerin Michaela B. wird seit 13. Februar vermisst. Eine E-Mail zu ihrem Verbleib wirft Fragen auf. Darin heißt es, die 48-Jährige sei “nicht freiwillig gegangen”. Nach der vierfachen Mutter wird weiterhin gesucht.
Die 48-jährige Michaela B. aus St. Georgen an der Stiefing (Bezirk Leibnitz) wurde am 13. Februar als vermisst gemeldet. Sie ist „spurlos verschwunden„, hieß es von ihrer Familie. Ihre Handtasche, ihr Handy und ihr Auto wurden zuhause gefunden, berichtete die Schwester der Vierfach-Mutter damals im Gespräch mit 5 Minuten. Seitdem wird nach der Steirerin gesucht. Auch die Rettungshunde Graz standen im Einsatz, wie berichtet wird: „Unsere Mantrailinghunde setzten am Wohnhaus der Frau an und arbeiteten die Spur aus. Am Bahnhof Wildon konnten unsere Hunde die Spur bis zum Bahnsteig verfolgen. Für uns deutet alles darauf hin, dass Michaela B. von dort aus mit dem Zug weitergereist ist.“
©Rettungshunde Graz Seit 13. Februar wird nach der 48-jährigen Steirerin gesucht.
Nachricht langte ein: Steirerin nicht freiwillig gegangen
Fast zehn Tage später hieß es: Die Steirerin habe sich bei der Polizei gemeldet, allerdings nicht persönlich, sondern via E-Mail. Gesehen habe man die 48-Jährige seit ihrem Verschwinden nämlich nicht. „Die Abgängigenfahndung ist aufrecht – die Suche läuft nach wie vor“, heißt es von der Organisation „Österreich findet euch“ auf Anfrage von 5 Minuten. Diese erhielt ebenso wie die Polizei am 21. Februar eine E-Mail mit gleichem Nachrichteninhalt von einem anonymen Absender, der sich als Michaela B. ausgab. „Der/die Verfasserin lässt hierbei u.a. wissen, dass sie nicht freiwillig gegangen wäre und bezieht sich dabei auch auf Vorfälle im Wege eines Obsorgestreites“, informiert „Österreich findet euch“ über den Inhalt der Nachricht.
E-Mail kann nicht zurückverfolgt werden
Die Organisation betont: „Fakt ist, dass das gegenständliche E-Mail kein Beweis dafür darstellt, dass es sich beim Verfasser auch tatsächlich um die Vermisste handelt. Unterstrichen werden vielmehr die Zweifel durch die Art des E-Mails, welches profimäßig darauf abzielt, nicht zurückverfolgt zu werden. Hinweise zum Aufenthalt der Vermissten gibt es eben nicht!“
„Mama, bitte melde dich“
Die Suche nach der vierfachen Mutter läuft weiterhin. „Mit der neuerlichen Öffentlichkeitsarbeit soll erreicht werden, dass sich die Vermisste persönlich auf einer Polizeiinspektion meldet. Nur dann kann sichergestellt werden, dass keine Abgängigkeit mehr vorliegt“, so „Österreich findet euch“ gegen 5 Minuten. Und Weiter: „Wenn die Vermisste die Weitergabe ihres Aufenthaltsortes an ihre Familie nicht möchte, darf dies auch nicht geschehen.“ Die Familie der Steirerin ist in großer Sorge und ihre Kinder appellieren eindringlich an ihre Mutter, sich zu melden. „Dann müssten sich auch die Kinder keine Sorge mehr machen“, heißt es abschließend von der Organisation.