Scheib-Drama! Gold-Favoritin im Olympia-RTL Fünfte

Julia Scheib

Julia Scheib ging als große Favoritin auf Gold in den Olympia-Riesenslalom. Die Steirerin verpasst die Medaille im Hundertstel-Krimi als Fünfte.

Federica Brignone schafft das Ski-Wunder, gewinnt unmittelbar nach dem Verletzungs-Comeback und Olympia-Gold im Super-G auch den Riesenslalom von Cortina d’Ampezzo. Die Italienerin setzt sich souverän mit 0,62 Sekunden vor Sara Hector und Thea Louise Stjernesund durch – die Schwedin und Norwegerin holen ex-aquo Silber.

Hinter dem Silber-Duo spielen sich Hundertstel-Dramen ab, leider auch für Österreichs RTL-Aushängeschild Julia Scheib. Die Steirerin wird nur 0,07 Sekunden hinter den Medaillen-Rängen Fünfte. Lara Della Mea aus Italien fehlten als Vierte gar nur zwei Hundertstel.

Scheib mit hängendem Kopf

Scheib: “Mir tun die Leute ein bisschen leid, es gehört sich nicht, gleich rauszufahren. Aber ich habe gesehen, dass ich hinten bin und war einfach so enttäuscht. Liegen gelassen habe ich es im ersten Durchgang unten.”

Der schwere Fehler im untersten Sektor sorgte nach Durchgang für Aufregung. Hintergrund: Ein Funkspruch hatte Scheib aus dem Konzept gebracht, sie verpasste die Welle in den Zielhang völlig und verlor 0,72 Sekunden auf die spätere Siegerin Brignone. Haben ihr die eigenen Coaches Gold gekostet? Scheib sagt nach dem Rennen: “Nein, vorher ist viel super gut gelaufen. Ich will nichts auf andere schieben. Aber es sind dort sieben Zehntel liegengeblieben.”

Shiffrin geschlagen

Neben Scheib verpasst mit Mikaela Shiffrin auch der große US-Superstar Edelmetall. Nach der vergebenen Halbzeitführung in der Team-Kombi geht sie auch im Riesenslalom als Elfte leer aus, hat 0,92 Sekunden Verspätung auf Brignone. Der Slalom am Mittwoch wird für Shiffrin also die letzte Chance auf eine Medaille sein. Zur Erinnerung: Auch in Peking ging sie als große Favoritin in gleich mehreren Disziplinen leer aus. Zuvor hatte die 30-Jährige allerdings in Pyeongchang und Sotschi jeweils Gold erobert.

Silberne zwei Mal gleich schnell

Bemerkenswertes Detail: Die beiden Silbernen Hector und Stjernesund haben sowohl in Lauf eins als auch im zweiten Durchgang die exakt gleichen Laufzeiten. In der Entscheidung fahren sie sogar die ersten beiden Teilstücke auf die Hundertstel genau zeitgleich. Zwischen die beiden Skandinavierinnen passt kein Blatt Papier – dementsprechend ausschweifend fällt der Jubel aus: Als die gemeinsame Medaille feststeht, liegen sie sich hüpfend in den Armen.

Mehr folgt.

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