Aufgedeckt – Grasser verschwieg eine Lebensversicherung

Im Insolvenzverfahren von Karl-Heinz Grasser kamen bei einer Tagsatzung neue Details zu Vermögen, Einkommen und offenen Fragen ans Licht

Im Schuldenregulierungsverfahren rund um Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser gibt es neue Entwicklungen. Am Dienstag fand die Prüfungstagsatzung zu den angemeldeten Forderungen statt. “Heute” berichtete:

Grassers Insolvenz geht auf seine Verurteilung im BUWOG-Prozess zurück. Dabei wurde ihm ein Privatbeteiligtenzuspruch an die Republik Österreich in Höhe von rund 9,8 Millionen Euro auferlegt. Kurz nach dem Urteil trat er im Juni 2025 seine Haftstrafe an. Seit Jänner 2026 verbüßt er diese mit Fußfessel.

Bei der aktuellen Tagsatzung – der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) informiert nun in einer Aussendung darüber – wurde der 57-Jährige unter Wahrheitspflicht ausführlich zu seinen finanziellen Verhältnissen befragt. Klar wurde dabei auch: Das ursprünglich vorgelegte Vermögensverzeichnis aus dem Mai 2025 war unvollständig.

Unvollständige Angaben

Der Insolvenzverwalter stieß auf eine Lebensversicherung, die Grasser nicht angegeben hatte. Diese wurde mittlerweile aufgelöst und brachte einen mittleren fünfstelligen Betrag für die Insolvenzmasse. Auch weitere Vermögenswerte – etwa Guthaben im Ausland – stehen im Fokus der Ermittlungen.

Derzeit arbeitet Grasser mit 35 Wochenstunden bei einem Unternehmen in Kitzbühel. Dort erledigt er kaufmännische Assistenz-Tätigkeiten und verdient vergleichsweise wenig. Laut eigenen Angaben war er zuletzt auf finanzielle Unterstützung seiner Ehefrau angewiesen.

Einkommen fließt in Insolvenzmasse

Das pfändbare Einkommen fließt aktuell in die Insolvenzmasse. Weitere Einnahmen erzielte der Verwalter bereits durch aufgelöste Konten und den Verkauf von Wertgegenständen.

Noch ist die Aufarbeitung von Grassers Vermögen aber nicht abgeschlossen. Das Gericht wird ihm bei der nächsten Tagsatzung ein vollständiges Vermögensverzeichnis zur Unterzeichnung vorlegen. Zudem muss er seine finanzielle Vergangenheit detailliert offenlegen.

Ein geplanter Zahlungsplan – mit nur drei Prozent Quote für die Gläubiger – kann erst behandelt werden, wenn sämtliches Vermögen verwertet wurde. Ob die Gläubiger zustimmen, ist derzeit offen.

Related Posts

Österreichs Cosmó landet beim ESC auf vorletztem Platz

Cosmó begeisterte beim ESC 2026 das Publikum – für Österreich reichte es am Ende für Platz 24. Als Austragungsland gewinnt man den “Eurovision Song Contest” nur selten…

Freund statt Zwangsehe – Vater sticht auf Tochter ein

Weil seine Tochter (15) einen Freund hatte, dürfte ein 51-jähriger Afghane versucht haben, die Jugendliche zu ermorden. Nun steht er vor Gericht. Es waren blutige Szenen, die sich…

Ranshofen – Auto überschlägt sich und landet am Dach

Der Pkw blieb schwer beschädigt auf dem Dach liegen. (Bildquelle: FF Ranshofen) Am Freitag, 15. Mai 2026, kam es in Ranshofen zu einem Fahrzeugüberschlag. Der 29-jähriger Lenker gab…

Klima-Shakira zu viel auf Insta – neue Anklage droht

Füße runter, Mitschreibverbot: Klima-Aktivistin Anja Windl hatte Ärger mit der Richterin. Nun droht ihr ein weiteres Verfahren wegen Insta-Postings. Klima-Aktivistin Anja Windl (29) hatte diese Woche ihren…

Freundin von Barca-Star: “Ich war nackt in dem Video”

Laura “Abla” Schmitt ist die Partnerin an der Seite von Barcelona-Star Dani Olmo. Nun berichtete sie über ein pikantes Video, das sie drehte. Laura “Abla” Schmitt ist…

Zweite Alkofahrt: FPÖ-Nationalrat ist wieder Schein los

Obwohl es bereits das zweite Mal ist, dass der Abgeordnete betrunken mit dem Auto unterwegs erwischt wurde, schließt er einen Rücktritt aus. Der niederösterreichische Nationalratsabgeordnete Peter Schmiedlechner (FPÖ, seit…

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *