Teurer Sprit – Experte will Tempolimits in Österreich

Staatssekretärin Elisabeth Zehetner brachte ein freiwilliges Tempo 100 auf Autobahnen ins Spiel. Ein Experte geht nun sogar einen Schritt weiter.

Der israelisch-amerikanische Angriff auf den Iran macht sich an den heimischen Zapfsäulen bemerkbar. Die Preise sind massiv angestiegen, weshalb die Bundesregierung bereits eine Spritpreisbremse eingeführt hat.

Am Mittwochabend gab es dann den nächsten Vorstoß von Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP). Sie schlug als “pragmatischen Ansatz” ein freiwilliges Tempo 100 auf Autobahnen vor – Heute” berichtete. So könne man den Spritverbrauch um bis zu 25 Prozent senken. Versorgungsengpässe würden zurzeit jedoch nicht drohen.

Fokus auf Verbrauch

Wie sehr sich ein internationaler Konflikt auf die Lage in Österreich auswirken kann, zeigte in der jüngeren Vergangenheit der Ukraine-Krieg. Damals reagierte die Bundesregierung mit einer umfassenden Kampagne auf die steigenden Preise, dies ist nun nicht der Fall.

Für Michael Schwendinger vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) beweise die aktuelle Situation, wie machtlos man hierzulande bei internationalen Konflikten sei. Dies geschehe aufgrund der Abhängigkeit von Erdölimporten.

Im “Ö1 Morgenjournal” sprach sich der Verkehrspolitikexperte dafür aus, dass man ein Maßnahmenpaket auf den Weg bringe, um den Energieverbrauch im Verkehr zu senken und “den Umstieg auf Erneuerbare” zu forcieren.

Die Spritpreisbremse sei für ihn “ein erster Schritt”, aber in Zukunft sollte man den Fokus auf den Verbrauch lenken. Ihm zufolge könne ein spritsparender Fahrstil zu einer Einsparung von 15 bis 20 Prozent führen. Auch Homeoffice-Tage, Fahrgemeinschaften oder den Umstieg auf Öffis würde Schwendinger positiv sehen.

Tempo 80 auf Freilandstraßen

Ein Herabsetzen der Tempolimits wäre ebenfalls sinnvoll. Es sei “effektiv” und “schnell umzusetzen”. Schwendinger bestätigt die Rechnung von Zehetner wonach man durch Tempo 100 auf der Autobahn rund ein Viertel des Sprits sparen könnte. Auch eine Temporeduktion auf den Freilandstraßen (80 statt 100 km/h) wäre eine Option. Für den Zeitraum von einem halben Jahr könne man dies durchaus ausprobieren, so der Experte.

Um für Menschen, denen ein Umstieg auf Öffis möglich ist, Anreize zu schaffen, wäre eine Bewusstseinskampagne der Regierung notwendig, aber auch die Unternehmen nimmt Schwendinger in die Pflicht. Als Maßnahmen schlägt der VCÖ-Experte Job-Tickets, Firmenräder oder Fahrgemeinschaften vor.

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