Wie durch ein Wunder überlebte die Flugbegleiterin das fatale Unglück bei der Landung in New York.© AP/Yuki Iwamura
Ein Flugzeug kracht bei der Landung mit einem Einsatzfahrzeug zusammen, zwei Piloten sterben – und mitten in diesem Chaos geschieht etwas, das selbst erfahrene Helfer fassungslos macht: Eine Flugbegleiterin wird mehr als 100 Meter weit aus dem Flugzeug geschleudert – und überlebt.
Die Bilder vom Unfall am Sonntag am Flughafen LaGuardia in New York gingen um die Welt. Eine Maschine des Typs CRJ-900, betrieben von Jazz Aviation im Auftrag von Air Canada Express, kollidierte bei der Landung mit einem Feuerwehrauto. Dabei kamen sowohl der Pilot als auch der Co-Pilot ums Leben. Neun weitere Personen wurden verletzt und ins Krankenhaus gebracht, darunter die Flugbegleiterin Solange Tremblay.
„Sie war immer noch in ihrem Sitz festgeschnallt“
Ihre Tochter sprach gegenüber dem Sender TVA News von einem „vollständigen Wunder“. Demnach sei Tremblays Sitz beim Aufprall mehr als 100 Meter weit aus dem Flugzeug geschleudert worden – mit ihr noch angeschnallt darin.
„Sie haben sie gefunden, und sie war immer noch in ihrem Sitz festgeschnallt“, wird die Tochter zitiert. Tremblay habe mehrere Knochenbrüche erlitten und musste wegen eines gebrochenen Beins operiert werden.
Die Flugbegleiterin arbeitet laut ihrem Social-Media-Profil seit 26 Jahren für die Airline. Jazz Aviation ist eine regionale Fluggesellschaft im Besitz von Chorus Aviation und betreibt Kurzstreckenflüge für Air Canada.
Dramatische Funkmitschnitte
Details zum Unfallhergang zeichnen ein dramatisches Bild: In Aufzeichnungen des Flugverkehrs ist zu hören, wie ein Fahrzeug die Erlaubnis erhält, einen Teil der Landebahn zu überqueren – kurz darauf versuchen Lotsen verzweifelt, das Fahrzeug zu stoppen. „Stopp, Truck 1. Stopp“, ist in den Mitschnitten zu hören, während gleichzeitig versucht wird, anfliegende Maschinen umzuleiten.
Lotsen unter sich: „Du hast dein Bestes getan“
Nach dem Zusammenstoß zeigen weitere Audioaufnahmen, wie Fluglotsen das Geschehen reflektieren. Einer beschreibt den Aufprall als „nicht gut anzusehen“. Ein anderer sagt: „Ich war hier. Ich habe versucht einzugreifen … wir hatten zuvor einen Notfall. Ich habe es vermasselt.“ Ein Kollege antwortet darauf: „Du hast dein Bestes getan.“