“Inszenierte Air-Show” – jetzt kommt alles raus

Der Rollfeld-Auftritt von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger.

Krieg, Zerstörung, Angst – Hunderte Österreicher sind aus dem Nahen Osten zurück in Sicherheit. Im Rampenlicht am Rollfeld: die Außenministerin.

Knapp 18.000 Österreicher sind zum Zeitpunkt des Großangriffs auf den Iran und dessen Vergeltungsmaßnahmen im Krisengebiet registriert, 1.800 davon sind Urlauber. Ein Großteil davon befindet sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit seinen Metropolen Dubai und Abu Dhabi – doch auch hier gibt es Raketenalarm und vereinzelte Drohneneinschläge, kommerzielle Flüge fallen großteils aus.

Das österreichische Außenministerium hat deshalb mehrere Rückholflüge organisiert. Mit Bussen ging es erst in sicherere Staaten wie den Oman oder Saudi-Arabien, von dort dann mit Charterfliegern oder Partner-Airlines zurück in die Heimat. Über 1.100 Menschen wurden so zurück nach Europa gebracht und in Sicherheit gebracht.

Viel Händeschütteln, viele Kameras

Am Rollfeld vom Flughafen Wien-Schwechat bot sich ihnen ein ungewöhnliches Bild: Außenministerin Beate Meinl-Reisinger nahm die ersten Rückkehrer höchstpersönlich in Empfang, trug dabei eine rot-weiß-rote Weste, schüttelte viele Hände und ließ davon Dutzende professionelle Fotos und Videos anfertigen.

Knapp 18.000 Österreicher sind zum Zeitpunkt des Großangriffs auf den Iran und dessen Vergeltungsmaßnahmen im Krisengebiet registriert, 1.800 davon sind Urlauber. Ein Großteil davon befindet sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit seinen Metropolen Dubai und Abu Dhabi – doch auch hier gibt es Raketenalarm und vereinzelte Drohneneinschläge, kommerzielle Flüge fallen großteils aus.

Das österreichische Außenministerium hat deshalb mehrere Rückholflüge organisiert. Mit Bussen ging es erst in sicherere Staaten wie den Oman oder Saudi-Arabien, von dort dann mit Charterfliegern oder Partner-Airlines zurück in die Heimat. Über 1.100 Menschen wurden so zurück nach Europa gebracht und in Sicherheit gebracht.

Viel Händeschütteln, viele Kameras

Am Rollfeld vom Flughafen Wien-Schwechat bot sich ihnen ein ungewöhnliches Bild: Außenministerin Beate Meinl-Reisinger nahm die ersten Rückkehrer höchstpersönlich in Empfang, trug dabei eine rot-weiß-rote Weste, schüttelte viele Hände und ließ davon Dutzende professionelle Fotos und Videos anfertigen.

“Die ‘Airshow’ der Ministerin am Flugfeld wurde bestens inszeniert”, ätzt daraufhin die FPÖ, und kündigt eine umfassende Aufarbeitung im Parlament an. “Kaum hatte das Flugzeug seine Parkposition erreicht, erklomm die österreichische Außenministerin die Stiegen hinauf zum Einstieg, übernahm das Bordtelefon und begrüßte die Passagiere”, ärgert sich Generalsekretär Michael Schnedlitz.

Die Anfrage begründet er mit weiteren, fragwürdigen Aspekten der Aktion: “Im Bereich der Flugsteige dürfen sich ausschließlich Passagiere sowie Dienstpersonal des Flughafens aufhalten, auf Rollfeldern ausschließlich Passagiere sowie Bodenpersonal.”

Welche Kosten entstanden?

Wissen will die FPÖ nun unter anderem, warum die Anwesenheit der Ministerin am Rollfeld unbedingt erforderlich war, woher die Genehmigungen kamen und welche Kosten entstanden. Eine Frage, nämlich ob die Passagiere für den Rückholflug etwas zahlen mussten, konnte “Heute” bereits beantworten.

Pauschalbeträge wie in Deutschland, wo 500 Euro zu entrichten sind, gibt es in Österreich nicht. Für den ersten Rettungsflug in einem vom Außenministerium gecharterten Flugzeug, das Mittwochabend in Wien-Schwechat landete, werde den Passagieren nichts verrechnet, erklärt eine Sprecherin.

Was aber nicht heiße, dass es bei keinem der Evakuierungsflüge Selbstbehalte geben werde. “Unser Fokus liegt aber jetzt woanders – nämlich darauf, den Menschen vor Ort rasch zu helfen und eine Rückkehrmöglichkeit zu organisieren”, so die Sprecherin.

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