Angriff auf Mädchenschule – Bericht belastet USA

Bei dem Angriff auf eine iranische Mädchenschule kamen 150 Menschen ums Leben.

Bei dem Angriff auf eine iranische Mädchenschule kamen 150 Menschen ums Leben.© Reuters

Iran Angriff: Nach Raketen auf Schule in Minab mit über 150 Toten steht laut Medien das US-Militär im Verdacht. UN fordert Untersuchung.

Nach einem tödlichen Angriff auf eine Schule im Süden des Iran steht laut einem Medienbericht möglicherweise das US-Militär in der Verantwortung. Bei der Attacke könnten mehr als 150 Menschen ums Leben gekommen sein.

Die “New York Times” berichtete am Freitag, dass eine Auswertung von Satellitenbildern, Videos und Veröffentlichungen in Online-Medien darauf hindeute. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk sprach von einem “absolut tragischen Vorfall” und forderte eine rasche Untersuchung.

Laut dem Bericht wurde eine Mädchenschule in der Stadt Minab getroffen. Der Angriff ereignete sich demnach, während US-Streitkräfte Ende Februar einen nahegelegenen Marinestützpunkt der iranischen Revolutionsgarden attackierten.

Der iranische Präsident Masud Peseschkian beschuldigte die USA und Israel, die Grundschule mit Raketen angegriffen zu haben. In Teheran wird der Vorfall als “Kriegsverbrechen” bezeichnet.

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, ließ eine mögliche Beteiligung der USA offen. Auf die Frage, ob US-Streitkräfte an dem Angriff beteiligt gewesen seien, sagte sie: “Nicht, dass wir wüssten.”

US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Montag gegenüber Journalisten, die USA würden nicht “absichtlich” eine Schule angreifen. Nach seinen Angaben untersucht das Pentagon den Vorfall derzeit.

Der Iran spricht von mehr als 150 Todesopfern. Laut staatlichen Medien fanden am Dienstag Trauerfeiern für mindestens 165 Menschen statt, darunter zahlreiche Schülerinnen.

Die Stadt Minab liegt nahe der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten für Öl- und Gastransporte weltweit. Seit die Revolutionsgarden die Meerenge für gesperrt erklärt haben, ist der Schiffsverkehr dort nahezu zum Erliegen gekommen.

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