Staus auf A9 und S6: Unfall bei Kammern fordert fünf Verletzte, A9 stundenlang in Fahrtrichtung Graz gesperrt
Seit 9:28 Uhr sind die Feuerwehren Kammern, Seiz und Traboch bei einem schweren Unfall auf der A9 im Bereich Raststätte Kammern im Einsatz. Ein Lkw und vier Pkw waren in den Unfall verwickelt, wie Jürgen Sapelza, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kammern, bestätigt. „Den Lkw haben wir schon zur Seite gebracht, jetzt müssen noch zwei sehr stark beschädigte Pkw abgeschleppt werden“, erläutert er kurz vor Mittag. Seit dem Unfall ist die A9 in Fahrtrichtung Graz gesperrt. Sechs Fahrzeuge mit insgesamt 30 Mann sind im Einsatz.
Auch zwischen St. Michael und dem Gleinalmtunnel blieben Lkw hängen. Dort waren die Feuerwehren St. Michael und Madstein-Stadlhof im Einsatz. Später kam noch ein Fahrzeug aus Kammern dazu.
Stundenlang im Stau
Autofahrer berichten, schon mehr als zwei Stunden im Stau zu stehen. Das Prekäre an der Situation: Auch die S6 im Bereich des Massenbergtunnels zwischen Leoben-West und Leoben-Ost war in beiden Fahrtrichtungen wegen hängengebliebener Lkw gesperrt und ist noch immer erschwert passierbar ist. Dort sind die Feuerwehren Leoben-Stadt, Göss, Trofaiach und die Betriebsfeuerwehr der Voestalpine Donawitz im Einsatz.
Auch in den frühen Morgenstunden ereigneten sich Unfälle. Schon von Weitem war das Blaulicht der Feuerwehr im Schneegestöber auf der B116, der Bruckerstraße, vor Niklasdorf zu sehen. Feuerwehrleute regelten den Verkehr, weil die Fahrspur nach Leoben blockiert war. Vorsichtig rollten die Fahrzeuge daran vorbei. Der nasse, schmierige Schnee machte die Straße glatt und es glich einer Rutschpartie. Die FF Proleb ist im Einsatz wegen umgestürzter Bäume.
„Wir sind seit ein Uhr früh mit allen acht Lkw in unserem Gebiet im Einsatz. Vier fahren im Raum Leoben, drei im Raum Trofaiach, Vordernberg, Präbichl und einer in Wald am Schoberpass. Wobei der Präbichl und Wald kein Problem sind. Der Schnee kommt aus dem Süden. Da haben wir in Leoben mehr zu tun. Problematisch ist in den Morgenstunden, dass auch der Berufsverkehr Richtung Stadt rollt“, erklärt Straßenmeister Thomas Pölzl kurz vor acht Uhr früh.
Gatschwetter am Wochenende
Dass der Norden des Bezirks wenig von den adriatischen Niederschlägen abbekommt, bestätigt auch Gernot Neumann, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Eisenerz. „Wir haben zehn Zentimeter. Das ist aber normal bei uns, schließlich haben wir ja Winter. Und auch Dieter Wally von der Freiwilligen Feuerwehr Vordernberg spricht von keinen Problemen. Die Feuerwehr habe in der Früh auch nicht ausrücken müssen, um hängengebliebenen Lkw am Präbichl zu helfen.
Laut dem Meteorologen Christian Pehsl von Geosphere Austria wird es im Bezirk Leoben bis Freitagmittag noch schneien, dann aber nachlassen. Am Samstag ist eine Warmfront im Anmarsch, die möglicherweise Schneeregen, aber in den meisten Fällen Regen bringen wird. Die Aussichten stehen also auf Gatschwetter.