“Spalten um jeden Preis” – Ärger über neues FPÖ-Plakat

Übt massive Kritik am neuen Plakat der Linzer FPÖ: die grüne Integrationssprecherin Abena Carty-Pinner.

Ein neues Plakatsujet der Linzer FPÖ regt auf. Für die Grünen steht fest, worum es den Freiheitlichen gehe: “Spalten um jeden Preis.”

Die Blauen im Vorwahlkampfmodus: “Oberösterreich kann es besser”, behauptet die Partei seit kurzem und zeigt ihren Chef Manfred Haimbuchner mit entsprechender Botschaft in zahlreichen Schaukästen.

Die Partei sieht sich nicht nur angesichts bundesweiter Umfragen im Aufwind: Auch Erhebungen im Bundesland sahen sie zuletzt Kopf an Kopf mit der ÖVP und in einem Fall sogar vorne.

Auch wenn erst in gut eineinhalb Jahren gewählt wird, bringen sich Haimbuchner und Co bereits in Stellung. Der Obmann forderte zuletzt etwa eine eigene Krankenkasse für Migranten – harsche Kritik folgte auf dem Fuß.

Nun legen die Blauen in der Landeshauptstadt nach, wo im Herbst 2027 ebenfalls zu den Urnen gerufen wird. Auf dem aktuellen Plakat hält Stadtrat Michael Raml eine Ortstafel von Linz in der Hand und betont: “Hier spricht man Deutsch!”

Blaues Linz?

Auch wenn die Linzer Freiheitlichen die Stadt im neuen Schaukasten-Sujet ihrer Partei entsprechend eingefärbt haben: Bei der Gemeinderatswahl 2021 erreichten sie im Ibiza-Fahrwasser gerade einmal 14 Prozent. Sie landeten damit auf dem vierten Platz hinter SPÖ (34 Prozent), ÖVP (18 Prozent) und Grünen (16 Prozent).

Zur Erinnerung die Entscheidung über den Bürgermeister vor gut einem Jahr: Raml kam zwar in die Stichwahl, musste sich dann aber dem roten Dietmar Prammer klar geschlagen geben. Die Abstimmung endete mit 77,1 zu 22,9 Prozent.

“Die Linzer:innen haben sich Besseres verdient”, sind die Grünen überzeugt. Integrationssprecherin Abena Carty-Pinner verweist gegenüber “Heute” darauf, dass die Stadt Heimat von Menschen aus insgesamt 155 Nationen sei.

Eine gemeinsame Sprache zur gegenseitigen Verständigung sei wichtig, ist auch sie überzeugt. Dafür brauche es aber die entsprechenden Rahmenbedingungen: ausreichend Deutschkurse, Integrationsangebote und Begegnungsmöglichkeiten.

Unterstützungen gekürzt

Integration einzufordern, gleichzeitig jedoch die dafür notwendigen Mittel zusammenzustreichen, sei, “wie jemandem das Schwimmen beizubringen, während man im Becken das Wasser auslässt”. Carty-Pinner zielt damit auf die Entwicklungen auf Landesebene ab: Die entsprechenden Subventionen wurden zuletzt gekürzt.

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